Aus der Natur: Hollerröster & Sirup

Jetzt im Herbst hat die Natur außerhalb von Balkon und Garten nochmal richtig was zu bieten. Viele Beerensträucher tragen jetzt ihre bunte Vielfalt und wenn man genau hinsieht, findet man beim Spazieren Gehen oft tolle Leckereien. Deshalb hab ich mir gedacht, ich mache eine Serie darüber, was sich im Umkreis um meine Wohnung so an Essbarem aus der Natur finden lässt.

Den Anfang macht der allseits bekannte Holunder. Die schwarzen Beeren werden etwa Mitte August reif und sind im rohen Zustand giftig bzw. unverträglich. Wenn man sie allerdings kocht, schmecken sie sehr aromatisch und lecker.

Die wohl bekanntesten Verarbeitungsformen von Holunder (vulgo „Holler“) sind Hollerröster und Hollerbeeren-Sirup. Beides habe ich heuer mal ausprobiert 🙂

Sammeln und Verlesen

Bevor ich was kochen konnte, musste ich den Holler natürlich erst pflücken. Also starteten ein Freund und ich am 1. September los. Zum Glück gibt es im Umkreis von ca. 1 km um meine Wohnung viele Hollerbüsche, zum Beispiel entlang des Bruckner-Wanderweges (den kann ich übrigens sehr empfehlen für alle, die beim Spazieren Gehen gerne noch was lernen). Insgesamt waren wir etwa 1,5 Stunden zu Fuß unterwegs und füllten dabei zwei Eimer mit den Fruchtständen der Hollerbüsche.

Zwischendurch regnete es uns etwas ein, aber das Ergebnis konnte sich trotzdem sehen lassen:20190901_114543

Die reifen Hollerbeeren mussten wir danach in mühevoller Kleinarbeit von den Rispen herunterstreifen und von den vertrockneten oder noch nicht reifen Beeren trennen. Das dauerte ganz schön, insgesamt saßen wir etwa dreieinhalb Stunden am Boden und verlasen die Beeren. Dabei leisteten uns natürlich Clio und Trixie Gesellschaft, die ganz enttäuscht waren, dass sie nicht mit den Beeren spielen durften. Da diese im rohen Zustand nicht verträglich sind, war das leider nicht möglich.

Am Ende der Mühen hatten wir eine Schüssel mit etwa 1,5 kg Hollerbeeren beisammen: 20190901_140458

Die Beeren teilte ich auf, da ich nicht nur Hollerröster, sondern auch Hollerbeeren-Sirup ausprobieren wollte. Ein Freund brachte mich auf die Idee und sie hörte sich echt lecker an. Und so geht’s:

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