Top 3 Lieblingsspielzeuge von Clio und Trixie zum Weltkatzentag

Heute ist der Weltkatzentag und zur Feier dieses schönen Tages möchte ich euch die drei absoluten Lieblingsspielzeuge meiner beiden Mädels vorstellen. Es muss dabei gar nicht besonders schick oder teuer zugehen, sondern ich habe festgestellt, dass den beiden die einfachsten Dinge schon reichen.

Platz 3: Eierkarton mit Leckerli

Dieses einfache Geschicklichkeitsspiel regt besonders Clio zu Höchstleistungen an. Ich packe dazu einfach in einen leeren Eierkarton einige gut riechende Leckerli hinein und mache den Karton zu. Dann stelle ich ihn auf den Boden und Clio versucht, den Karton aufzumachen und an die Leckerli zu kommen.

Manchmal schafft sie es, den Karton zu öffnen, ohne ihn zu zerstören, aber meistens klafft danach ein Loch darin. Manchmal lässt sie aber auch Trixie die Arbeit tun und erntet dann die Früchte der harten Arbeit:

Platz 2: Überreste eines Spielstabes

Man kennt ja die üblichen Spielstäbe mit Federn und knisternden Bändern an der Spitze. Während solche Spielstäbe meine beiden durchaus auch unterhalten können, wird der endgültige Zweck davon bei Trixie erst dann erreicht, wenn der Stab ausgedient hat und nur noch ein paar kurze Federn und die knisternden Bänder übrig sind:

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Trixie liebt es, diese Überreste der Spielstäbe zu apportieren. Sie bringt sie mir sogar in der Früh ins Bett und stupst und gurrt mich an, weil ich sie werfen soll. Wenn sie der Meinung ist, es muss jetzt gespielt werden, dann bringt sie mir die Quaste einfach direkt vor die Füße und schaut mich erwartungsvoll an:

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Und kaum werfe ich die Quaste, läuft sie auch schon hinterher und bringt sie ganz brav zurück:

Platz 1 – Weiterlesen 😉

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Katzeneis für überhitzte Gemüter

In den letzten Wochen war es sehr heiß in Österreich, mit bis zu 36 Grad Lufttemperatur. Durch die Südwestlage meines Balkons hatte es bei mir gleich mal 45 Grad, wenn die Sonne am Nachmittag voll hin schien.

Natürlich wollten Clio und Trixie trotzdem nach draußen und lagen dann auf den warmen Fliesen herum. Damit sie nicht überhitzten, stellte ich ihnen einen Katzenbrunnen sowie feuchte Handtücher zur Verfügung. Und irgendwann entdeckte ich auf www.artgerechtes-katzenleben.de die Idee, Eis für Katzen herzustellen.

Toll, das musste ich natürlich gleich ausprobieren.

Zutaten und Zubereitung

Ich habe das Rezept ein bisschen abgewandelt, da ich noch einige Probepackungen von diversen Katzensnacks zuhause hatte:

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Diese quetschte ich in den Standmixer und gab noch etwas Wasser dazu, damit es nicht zu dickflüssig wird. Dann schön für ein paar Minuten mixen, bis die Mischung cremig wurde:

Zum Einfrieren füllte ich die Masse in Schnapsstamperl, damit die Portion nicht zu groß wurde, die fror ich für eine Nacht im Gefrierfach ein:

Bewertung durch Clio und Trixie

Das Eis ist super angekommen, am besten zeigt das dieser Video-Beweis:

Zur Zeit haben wir zum Glück eine kleine Abkühlungsphase, aber so ein Eis mache ich auf jeden Fall wieder, wenn es wieder so heiß wird.

Zwischenstand nach 4 Wochen

Seit dem finalen Auspflanzen sind ca. 4 Wochen vergangen, außerdem war ich zwei Wochen auf Urlaub, also ist es Zeit, die bisherige Entwicklung der Pflanzen etwas näher zu betrachten.

The Good…

Die Tomaten und das Basilikum sind ordentlich in die Höhe geschossen und haben bereits ihre ersten Blütenansätze entwickelt. Auch die Erdmandeln sind ordentlich buschig geworden:

(Leider ist Mitte der Woche ein Blumentopf auf die Andenhorn-Tomaten drauf gefallen und hat eine der beiden Pflanzen fast komplett geköpft. Mittlerweile bilden sich schon wieder Geiztriebe, von denen ich einen einfach auswachsen lassen werde, damit ich auch von der beschädigten Pflanze noch Früchte bekomme.

Die Kürbisse und Physalis sind gut gewachsen. Bei den Physalis haben sich noch keine Fruchtansätze gebildet, aber das wird schon noch. Die Kürbisse produzieren einstweilen nur männliche Blüten, die weiblichen entwickeln sich erst später. Sogar die halb tote Geranie hat sich erholt und bildet wieder Blüten:

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Den Karotten geht’s auch gut, außer die Kätzchen trampeln sie mal wieder nieder. Auch die Kräuter in ihren Blumenampeln sind recht glücklich und wachsen brav. Und auch der Pflücksalat in seiner Geländer-Aufhängung ist schön gewuchert:

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The Bad…

Die Wurzelpetersilie hat während meines Urlaubs leider einige Blattläuse angezogen. Zum Glück habe ich diese schon am Tag nach der Rückkehr entdeckt und gleich alle zerquetscht. Seitdem mache ich jeden Tag mindestens einmal Lauskontrolle, somit lassen sie sich recht gut in Schach halten.

And the Ugly

Sowohl an Gurken als auch an den Kürbissen hat sich (wahrscheinlich) Falscher Mehltau entwickelt – eine gemeine Pilzerkrankung, die die Blätter sowohl an der Blattober- als auch an der Blattunterseite mit weißem Belag überzieht und den Pflanzen langsam die Kräfte aussaugt.

Zur sofortigen Bekämpfung habe ich die am stärksten befallenen Blätter entfernt. Danach habe ich versucht, dem Pilz mit einem Milch-Wasser-Gemisch an den Leib zu rücken, das ich auf die Blätter gesprüht habe. Da es sich aber um einen Falschen Mehltau handelt und die Milch-Wasser-Mischung anscheinend eher für Echten Mehltau zu verwenden ist, hat das gleich zu einem erneuten Ausbruch des Pilzes auf den nassen Blättern geführt. Ups.

Als nächstes versuche ich es mit Besprühen mit einer Backpulver-Wasser-Öl-Mischung, die anscheinend als biologisches Fungizid wirken soll. Hoffentlich führt das nicht auch noch zu einem Rückfall. Die letzte Möglichkeit ist dann noch, dass ich aus Ackerschachtelhalm einen Sud herstelle – der soll auch gegen Falschen Mehltau ganz sicher wirken.

Bin gespannt, ob ich die Sache in den Griff bekommen kann, oder mich wohl oder übel von meiner Gurke verabschieden muss. Das wäre recht schade, vor allem wo sie jetzt gerade anfängt, die ersten weiblichen Blüten zu entwickeln und damit für die Befruchtung bereit wird. Dazu aber später mehr (außer der Mehltau besiegt sie).

 

Das erste pflanzliche Opfer

Am Wochenende haben leider meine Kätzchen die mexikanische Minigurke gekillt, als sie den Trog bei der allabendlichen Insektenjagd platt getreten haben. Schade, aber kann man nichts machen. Wenigstens die Feldgurke wächst und blüht noch brav vor sich hin.

Um weitere Unfälle zu vermeiden, werde ich die Kätzchen künftig beim Rausgehen beobachten und habe außerdem überall Bambusstöcke zum Fixieren der Pflanzen in die Erde gesteckt. Die stoßen sie hoffentlich nicht so leicht um.

Selbst gemachte Erdmandelmilch

Da ich ja Ende letzten Jahres meine erste Erdemandel-Ernte eingefahren habe, wollte ich bald mal das in Spanien besonders beliebte Getränk „Horchata de Chufa“ (Erdmandelmilch) ausprobieren. Dabei handelt es sich um einen Extrakt von gemahlenen Erdmandeln, dem Wasser und etwas Zucker zugesetzt wird.

Wie das Getränk geworden ist, erfahrt ihr hier.


Arbeitszeit: Ca. 1 Stunde reine Arbeitszeit, mehrere Stunden Wartezeit

Zutaten:

  • Ca. 100 Gramm getrocknete Erdmandeln
  • Ca. 700 ml Wasser
  • Ca. 70 Gramm Zucker
  • Zimt
  • Standmixer, Sieb

Zugrunde liegendes Rezept (abgewandelt): https://www.enforex.com/spanisch/kultur/horchata.html 


Zubereitung

Am Freitag Nachmittag begann ich mal damit, die getrockneten Erdmandeln ordentlich zu wässern. Ich füllte sie in zwei Gläser mit Deckel und bedeckte sie komplett mit Wasser. Nach 24 Stunden hatten sie etwa das doppelte an Volumen erreicht und sich schön voll gesogen:

Am Samstag Nachmittag füllte ich die voll gesogenen Erdmandeln mit etwa 30% des Wassers in den Standmixer und mixte sie in einigen Durchgängen (mit zwischenzeitlichem Umrühren) zu einer cremigen Paste, die wunderbar nussig roch:

Nach dem Zerkleinern goss ich die Paste mit etwa 500ml Wasser auf und stellte sie für einige Stunden in den Kühlschrank:

In der Nacht fügte ich dann noch den Zucker und etwas Zimt hinzu und rührte einige Minuten kräftig um, bis dieser sich aufgelöst hatte. Danach kam die Mischung wieder in den Kühlschrank.

Am Sonntag Nachmittag war es dann so weit, dass ich die Mischung mit einem Sieb ordentlich aussieben konnte. Das daraus entstandene Getränk sieht sogar recht appetitlich aus, ein bisschen wie Schokomilch:


Der Geschmackstest

Die Erdmandelmilch schmeckt hervorragend. Sie ist vielleicht etwas süß geraten, aber im Abgang schmeckt sie ganz toll nach Mandeln und ist wunderbar erfrischend. Das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt und so saß ich mit meinem Drink am Balkon in der Sonne und entspannte mich nach dem anstrengenden Auspflanzen.

Die übrig gebliebene Mandel-Paste vom Siebe-Durchgang setzte ich am Sonntag spontan ein zweites Mal mit 500ml Wasser und 40 Gramm Zucker an (versuchsweise). Auch diese Mischung schmeckte nach 24 Stunden im Kühlschrank und neuerlichem Aussieben ganz lecker und war dann auch weniger süß. Sogar Trixie wollte davon naschen, so gut war das 🙂

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Insgesamt gingen sich etwa 1 Liter reine Erdmandelmilch in zwei Durchgängen aus, die ich über 3 Tage hinweg genießen konnte.

Für die Zukunft

Mit der nächsten Ernte werde ich womöglich noch ein drittes Mal Ansetzen probieren, bin gespannt wie weit ich die Erdmandeln „strecken“ kann. Erdmandelmilch werde ich auf jeden Fall wieder machen.

Die Wartezeit zwischen den einzelnen Arbeitsschritten kann man vermutlich um einiges verkürzen. Ich würde die Erdmandeln nicht unter 12 Stunden im Wasser quellen lassen, aber die Zeit zwischen Zermahlen, Zucker Zugeben und Sieben kann man sicher auf die Hälfte reduzieren.

Alles neu macht der Mai – auch den Balkongarten

Nach 4 grauslich kalten Wochen hatte ich dieses Wochenende endlich Zeit, meine Jungpflanzen in ihre finalen Balkontröge einzupflanzen. Hier ein paar Impressionen der 3-tägigen Gartel-Wut.

Die richtige Erd-Mischung

Dieses Jahr probiere ich folgende Mischung für die großen Pflanztröge (für Physalis, Gurken, Wurzelgemüse und Tomaten):

  • Kompost von der Kompostieranlage
  • Bio-Erde vom hiesigen Supermarkt
  • Naturerde von der hiesigen Gärtnerei
  • Einige Handvoll Hornspäne

Für die Kräuter, Wurzelgemüse und Erdmandeln habe ich ordentlich Sand von der Kompostieranlage untergemischt, um die ganze Sache lockerer zu halten.

Katzen und Erde

Da meine Kätzchen ja das Graben in der Erde lieben und so ein Blumentopf sich schon mal als Katzenklo anbietet, habe ich mir im Lagerhaus eine Unkrautschutz-Decke aus Schafwolle gekauft, die ich über die lose Erde drübergelegt habe. In die Decke schnitt ich Löcher wo die Pflanzen rausschauen sollten und pflanzte dann direkt durch diese Löcher durch:

Die Schafwolldecke hat nicht nur den Effekt, dass die Katzen jetzt nicht mehr die Erde umgraben und am ganzen Balkon verteilen können, sondern hält auch schön das Wasser und schützt so die Erde vor dem Austrocknen. Bin gespannt, wie gut das funktioniert.

Aufteilung der Pflanzen

Hängender Salat- und Kräutergarten

20190525_140027Um wie angekündigt den vertikalen Platz am Balkon zu nutzen, setzte ich meine diversen mehrjährigen Kräuter in 2 Blumenampeln. 4 Liebstöckelpflanzen (für eine leidenschaftliche Suppen-Kocherin wie mich Pflicht) kamen zusammen in die eine, ein Thymian und ein Oregano zusammen in die zweite.

Schon vor Monaten habe ich im Blog von Dachgemüse einen interessanten Beitrag über Vertical Gardening in der Ikea-Hängeaufbewahrung gesehen. Wollte ich auch versuchen, habe bei Ikea auch das passende Teil, eine Hängeaufbewahrung mit 16 Taschen (in Österreich als „STUK“ erhältlich) gesehen. Ich hab mich entschieden, die ganze Sache am Balkongeländer zu befestigen, darum habe ich die unteren beiden Taschenreihen kurzerhand umgelegt und festgenäht und dann meinen Pflücksalat in die 8 verbliebenen Taschen gepflanzt:

Erdmandeln, Erdmandeln, Erdmandeln

Die Erdmandeln, die dieses Jahr hervorragend aufgegangen sind, habe ich in 3 Pflanzkisten fürs Balkongeländer eingesetzt. Da Clio und Trixie total auf das Gras abfahren und das am Liebsten gleich auffressen würden, hängen die Kisten an der Außenseite des Balkons, wo die Kätzchen dank Katzennetz nicht rankommen:

Wurzelgemüse im Blumentopf

Da ich dieses Jahr auch rein experimentell ein paar Karotten und Wurzelpetersilie in kleinen Töpfchen vorgezogen habe, handelsübliche Blumenkisten aber zu niedrig für solche Wurzeln sind, habe ich die Wurzelpetersilie kurzerhand in 2 Blumentöpfe gepflanzt. Karotten habe ich die Sorte „Pariser Markt 4“, die sind klein und rund und passen deshalb in eine Blumenkiste.

Gute Nachbarschaft: Tomaten und Basilikum

In meinen beiden Balkon-Hochbeeten und 3 zusätzlichen 35cm-Töpfen habe ich meine Tomaten- und Basilikumpflanzen untergebracht. Insgesamt 3 Basilikum und 2x Balkontomate, 2x Rote Cocktail-Tomate, 2x Black Cherry Cocktail-Tomate, 2x gelbe Hängetomate, 2x Tigerella, 2x Andenhorn und 1x Ochsenherz haben darin Platz gefunden:

Gurken und Salat

In meinen großen Trog mit eingebautem Spalier fanden klarerweise die mexikanische Minigurke und eine der wenigen aufgegangenen Feldgurken Platz. Die Feldgurke ist bereits seit einer Woche am Blühen, bin gespannt darauf.20190526_144844

Als Unterpflanzung für die Gurken habe ich nochmal 3 Reihen Feldsalat (Vogerlsalat) gesät, bin gespannt ob der aufgeht. Dazu habe ich in die Schaffell-Decke einfach Schlitze geschnitten und direkt darunter die Samen versenkt.

 

Physalis und Kürbis im linken Eck

Auf der kleineren, linken Seite meines Balkons pflanzte ich 5 Physalis in eine 80cm-Blumenkiste. Die Blumenkiste wird schön beschattet vom großen 50x50x50cm-Topf, in dem 2 Hokkaido-Kürbisse ihre Heimat fanden. Ich hoffe, dass dadurch die pralle Sonne nicht so extrem auf die Physalis draufscheint und die Pflanzen weniger schwitzen müssen.


Jetzt kann dem Sommer nichts mehr im Wege stehen (außer dem Wetter). Ich freue mich schon auf die Ernte dieses Jahr 🙂

Happy Birthday, Trixie!

Heute ist Trixie 1 Jahr alt geworden 🙂

Zur Feier des Tages möchte ich hier ein bisschen über die Eigenheiten und Gewohnheiten berichten, die sich bei Trixie in ihrem ersten Lebensjahr entwickelt haben, und die das Zusammenleben mit ihr interessant machen.

Energiebündel

Trixie ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil von Clio. Sie ist weit energiegeladener, kann endlos lang einem Spielzeug hinterherjagen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist, Haargummis und Federquasten zu apportieren. Wenn ich ein Haargummi oder Spielzeug werfe, jagt sie begeistert hinterher. In ca. 60 Prozent der Fälle hebt sie es dann auf und bringt es wieder zurück und das lustige Spiel geht von vorne los.

Auch die typischen „verrückten 5 Minuten“ kommen bei Trixie recht oft vor, dann hetzt sie kreuz und quer durch die Wohnung. Spielen kann sie generell bis zum sprichwörtlichen Umfallen, bis sie vor lauter Anspannung und Aufregung zu hecheln anfängt. Und kaum gönnt man ihr eine Minute Pause, kann sie schon wieder weitermachen.

Sowieso hat Trixie oft Flausen im Kopf und „versteckt“ sich gern in den unmöglichsten Orten:

Schüchterne Rampensau

Trixie steht gerne im Mittelpunkt. Sie bringt mir Spielzeug, weckt mich früh morgens auf, wenn sie spielen möchte und wenn ich mal in einen anderen Raum gehe und – der Horror! – die Tür hinter mir zumache, dann fängt sie wie verrückt an der Tür zu kratzen an. Sie weiß auch genau, wie sie meine Aufmerksamkeit erwecken kann, wenn sie sich ignoriert fühlt – sie kratzt einfach an diversen Schranktüren:

Diese Rampensau-Mentalität erstreckt sich allerdings nur auf mich, nicht auf andere Menschen. Wenn zu viele Besucher kommen, sondert Trixie sich ab und verbringt die Zeit lieber allein als sich – wie Clio – dazuzugesellen und kraulen zu lassen. Einzelne Besucher verkraftet sie eher, bleibt aber auch da nach dem ersten Beschnuppern auf Distanz. Nur durch Spielen und Leckerli kann man auch als Fremder ihr Herz ein bisschen erwärmen.

Kuschelmaus, aber unruhig

Auch Trixie liebt es, gekrault und gestreichelt zu werden. Sie liegt fast jeden Tag bei mir im Bett, wenn ich aufwache und lässt es sich gut gehen. Das macht für mich das Aufstehen natürlich nicht leichter.

Auch unter Tags ist Trixie ein richtiger Flirt, sie blinzelt mich oft an (der typische „Slow-Blink“, alle Katzenbesitzer wissen, wie das aussieht und was es bedeutet) und streckt ihren Kopf hoch wenn ich sie streichle. Beim Streicheln selbst kann sie nicht still liegen – nein, sie muss sich am Boden hin- und herwälzen, damit ich auch jeden Zentimeter (inklusive Bäuchlein) durchkraulen kann. Dabei streckt und reckt sie sich ganz genüsslich.


Ich bin froh, dass Trixie sich nach ihrem anfänglichen Status als Sorgenkind so wunderbar entwickelt hat und bin gespannt, was die Zukunft bringt 🙂

Emotionales Echo zwischen Katze und Mensch

In den letzten Wochen ist mir etwas aufgefallen: Clio hatte aufgehört, sich zum Kuscheln beim Abendessen zu mir zu legen und war generell sehr reserviert mir gegenüber. Wenn ich sie streicheln wollte, zeigte sie mir meistens die kalte Schulter (nur bei der Begrüßung nach der Arbeit wollte sie ein bisschen gekrault werden).

Die letzten Wochen waren eine unruhige und beschäftigte Zeit für mich, sowohl in der Arbeit als auch privat. Mit großen Releases von neuen Produkten, für die ich die Dokumentation verfassen und ausliefern musste, waren 10-Stunden-Tage und Wochenendarbeit keine Seltenheit. Dazu kam, dass ich mich privat um die Anzucht und das Pikieren von Pflanzen kümmern musste und durch diverse lang anstehende Termine fast schon sowas wie Freizeit-Stress hatte und dazu noch unregelmäßig schlief.

Erst heute habe ich zum ersten Mal seit zwei, drei Wochen nichts zu tun, konnte ausschlafen, muss keine Pflanzen pikieren, keine Dokumentation schreiben und keine Freunde oder Verwandte besuchen. Und siehe da – während ich diesen und den Post über Erdmandeln schreibe, liegt Clio seelenruhig auf meinem Schoß und lässt sich sanft kraulen. Auch vorhin, als ich auf der Couch saß und ein paar YouTube-Videos guckte, lag sie die ganze Zeit zwischen meinen Beinen unter der Decke und suchte meine Nähe.

Vielleicht liegt es daran, dass ich in letzter Zeit nicht viel Gelegenheit zum Stillsitzen und Durchatmen hatte, und diese Unruhe (sowohl äußerlich als auch innerlich) sich auf Clio übertragen hat. Vielleicht wollte Clio mir mit ihrem Verhalten aber auch klar machen, dass etwas nicht stimmte und ich gefälligst wieder ruhiger werden soll, fast als wollte sie mich dafür „bestrafen“, dass ich ständig auf Achse war und kaum Zeit für sie hatte.

Interessant ist dabei, dass Trixie mich nicht anders behandelte wie sonst, sie ließ sich nach wie vor kraulen, legte sich zu mir ins Bett und hatte ihren gewohnten Spieltrieb. Es kann gut sein, dass Clio ein Ausnahmefall, ein „Sensibelchen“ ist, aber ich glaube, dass viele Katzen sich auf emotionaler Ebene auf ihren Menschen einstellen und ihn genau wissen lassen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Welche Erfahrungen habt ihr bei euren Katzen gemacht, wenn ihr mal über längere Zeit sehr beschäftigt und gestresst wart? Haben sie es weggesteckt oder konntet ihr Verhaltensänderungen feststellen?

Anzucht-Tagebuch: Erdmandeln

Die Erdmandel (Cyperus esculentus) ist hierzulande noch eher unbekannt. In Spanien wird sie auf Plantagen angebaut und zur sogenannten „Horchata de chufa“, der Erdmandelmilch, verarbeitet. Man kann sie wohl außerdem zu Mehl verarbeiten und als Allergiker-freundlichen Ersatz für Getreidemehl verwenden.

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal Erdmandeln angebaut. Darüber könnt ihr in einem früheren Blog-Post bereits lesen. Die Keimfähigkeit hat mich nicht gerade umgehauen, von etwa 25 Mandeln sind nur ca. die Hälfte tatsächlich gekeimt. Geerntet habe ich aus den daraus entstandenen Pflanzen allerdings doch ein bisschen etwas, nämlich knapp 330 Gramm kleiner Mandeln (entspricht im getrockneten Zustand ca 130 Gramm):

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Erdmandel-Ernte nach 3 Monaten Trocknung

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Dieses Jahr baue ich sowohl gekaufte als auch selbst geerntete Erdmandeln an, mal sehen, wie die Keimfähigkeit im Vergleich aussieht. Ein erster Unterschied fällt gleich auf: Die gekauften Mandeln haben glattere Haut und weniger feine, abstehende Wurzelhärchen als die selbst geernteten. Ob das was bedeutet?

 

Aussaat-Vorbereitung

Wie bereits im genannten Post beschrieben, müssen Erdmandeln vor der Aussaat etwa 24 Stunden lang in lauwarmem Wasser aufquellen, um keimen zu können. Dazu habe ich die getrockneten und verschrumpelten Mandeln in ein verschließbares Rexglas gegeben und komplett mit Wasser bedeckt:

Nach insgesamt ca. 36 Stunden (und zwischenzeitlichem Wasserwechsel) waren die Knöllchen schließlich bereit für die Aussaat. Sowohl die gekauften als auch die selbst geernteten Mandeln legten im Wasser ordentlich an Größe zu und verloren ihre Falten.

14.4.: Aussaat

Ich entschied mich, meine Erdmandelkultur dieses Jahr von 2 auf 3 Balkonkästen auszuweiten. Um sicher zu gehen, dass in jedem Töpfchen zumindest eine Knolle aufgeht, pflanzte ich insgesamt 60 Mandeln (bunt gemischt zwischen gekauften und geernteten) in 15 kleine Töpfchen, also jeweils zu viert:

Die Pflanzerde mischte ich aus mehreren Substanzen zusammen – normale, torfreduzierte Bio-Blumenerde, Naturerde und ein wenig grobkörnigen Sand, um das Ganze aufzulockern. Das Substrat hielt ich jeden Tag gut feucht. Unter Tags stellte ich die Töpfchen bereits auf den Balkon, weil das Wetter zur Zeit wirklich sehr warm ist.

19.4.: Beginn der Keimphase

Bereits 5 Tage später zeigte sich das erste Grün in den ersten Töpfchen:

Viele weitere kleine Graskeime folgten in den weiteren Tagen, insgesamt dauert die Keimphase sehr lange und geht vermutlich jetzt immer noch weiter, denn der letzte neue Keim ist erst gestern aufgetaucht.

20190426_080525Das Verhältnis zwischen gesäten und gekeimten Knollen ist etwas besser als letztes Jahr –  es sind von den 60 gesäten Knollen bisher schon 42 aufgegangen. In einigen Töpfchen sind alle 4 gesäten Knollen aufgegangen, in anderen nur eine oder zwei oder drei. Ein einziges Töpfchen ist bisher noch komplett kahl, ich hoffe allerdings, dass dort auch noch etwas sprießt.

Bis zu den Eisheiligen ist es ja noch eine Weile hin, vielleicht brauchen manche Mandeln einfach etwas länger. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Insgesamt bin ich mit der Keimung der selbst geernteten Mandeln recht zufrieden, bei 42 Pflanzen kommen mindestens die Hälfte aus dem eigenen Saatgut, denn ich habe nur 21 gekaufte Mandeln ausgesät.

Wie geht’s weiter?

Bis Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind, verbringen die kleinen Gräser die warmen Tage am Balkon und die kühlen Nächte im Treppenhaus, denn Frost mögen sie nicht. Nach den Eisheiligen pflanze ich jeweils den Inhalt von drei Anzuchttöpfchen in drei Balkonkästen fürs Geländer. Den Rest der Pflänzchen bekommen Freunde und Arbeitskollegen.

Nach der finalen Auspflanzung heißt es warten und brav gießen, wobei die Erdmandeln auch mal vorübergehende Trockenheit wegstecken können. Das oberirdische Zyperngras dient den Katzen als kleiner Snack, während sich unterirdisch bis zum Spätherbst bzw. frühen Winter (November bis Dezember) die nächste Erdmandel-Generation ausbildet.

Sobald das Zyperngras braun wird und eintrocknet, wird es Zeit für die Ernte. Was dabei dieses Jahr rauskommt, erfahrt ihr, wenn es so weit ist…

 

Happy Birthday, Clio!

Heute feiert Clio ihren ersten Geburtstag 🙂

Zur Feier des Tages möchte ich hier ein bisschen über die Eigenheiten und Gewohnheiten berichten, die sich bei Clio in ihrem ersten Lebensjahr entwickelt haben, und die das Zusammenleben mit ihr lustig und interessant machen.

Kuschelmaus

Clio hat feste Kuschelzeiten, die sie mit eiserner Disziplin einhält: Sie legt sich immer dann zu mir und lässt sich durchkraulen, wenn ich beim Esstisch sitze und entweder Frühstück oder Abendessen mampfe oder am Laptop arbeite. Vielleicht liegt’s am Essen oder vielleicht liegt’s daran, dass ich zu diesen Zeiten brav still sitze und sie sich gemütlich anschmiegen kann – sie liebt es jedenfalls, sich neben mir in alle möglichen Verrenkungen zu begeben und jeden Zentimeter gestreichelt zu  bekommen, sogar am Bauch und an den Pfoten.

Natürlich kommt sie auch außerhalb dieser Zeiten gerne auf die Couch um zu kuscheln, sie mag aber keine Streicheleinheiten „im Vorbeigehen“, da hat sie wenig Geduld dafür und weicht eher aus.

Schleckermäulchen

Clio schleckt mit Freuden. Sie putzt hingebungsvoll nicht nur sich selbst, sondern auch (manchmal) Trixie und (bei jeder Kuschel-Session) mich.

Das hat schon angefangen, als sie ganz klein war. Schon nach ein paar Tagen fing sie an, mich abzuschlecken. Wenn ich sie streichle, schleckt sie fast schon automatisch meine Finger ab. Das fühlt sich an wie eine Handmassage und ist durchaus angenehm, zumindest auf der Handfläche.

Bergsteigerin

Clio will hoch hinaus. Sie sitzt nicht nur mit Freude auf dem Anzuchtkäfig am Fensterbrett, sondern liebt es, aufgehängte Teppiche oder Ähnliches dazu zu benutzen, auf Türen hinaufzuklettern und dann darauf zu balancieren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mittlerweile kommt sie sogar von selbst wieder herunter.

Outdoor-Fan

Clio liebt es, auf den Balkon rauszugehen. Bei jedem Wetter. Sobald ich in der Früh aufstehe, steht sie schon parat und maunzt mich bei der Balkontüre an, dass sie raus möchte.

Wenn ich dann die Balkon- und Fliegengittertüre aufmache, schnuppert sie erst raus und entschließt sich nach zirka einer halben Minute und kurz bevor ich die Tür wieder schließe (vor allem im Winter), rauszugehen. Wenn der Balkonboden kalt ist, schüttelt sie nach jedem Schritt ihre Pfoten aus, läuft aber tapfer weiter.

Am Balkon sitzt sie dann am Fensterbrett, oder auf einem Regal und schaut in die Welt hinaus, oder jagt Insekten, die sich vor allem abends an die hell erleuchtete Fensterscheibe trauen.

Leider hat Clio noch nicht verstanden, wie man die Fliegengittertüre von außen aufmacht (Trixie hat da mehr Erfolg), deshalb sitzt sie dann meistens nach 10 Minuten armselig maunzend neben der Türe und bittet darum, wieder eingelassen zu werden. Die Abstände werden jetzt im Frühling natürlich immer größer, da sitzt sie gerne auch mal eine Stunde lang draußen und schaut den Vögeln zu.

Spiel-Muffel?

Clio ist ein eher lethargischer Spieler. Wo Trixie wie ein Wirbelwind durch die Wohnung jagt, sitzt Clio meistens nur elegant da und schaut zu. Vielleicht ist ihr Trixies Energielevel einfach zu hoch und sie möchte ihr nicht in die Quere kommen (es ist recht schwierig mit Clio zu spielen, wenn Trixie sofort auf alles losgeht was interessant ist). Oder vielleicht mag sie einfach nicht so gern herumtollen.

Manchmal legt natürlich auch Clio los, vor allem wenn es darum geht, eine lose herabhängende oder schwingende Schnur zu erhaschen. Dann hopst sie auf der Couch oder am Bett herum und stürzt sich gerne auf die Schnur. Aber grundsätzlich scheint sie weit weniger Bewegungsbedarf zu haben als Trixie.

Vielleicht lieber Gedankenspiele?

Ich glaube, Clio möchte lieber ein wenig tüfteln und hat große Freude daran, zum Beispiel Leckerli aus einer schwer zugänglichen Ritze oder Schachtel herauszuziehen. Besonders bewährt hat sich dabei, wenn ich Leckerli in einen leeren Eierkarton hineingebe und diesen dann leicht verschließe und vor ihr auf den Boden stelle. Sie kann dann die Leckerli riechen, aber muss sich ordentlich anstrengen und auch mal ihren Kopf und ihre Pfoten benutzen, um die Nascherei zu erwischen.

Auch das Klicker-Training macht sie mit viel Elan mit. Sie ist generell recht Futter-motiviert, deshalb eignen sich Snacks sehr gut als Belohnung.


Für das Klicker-Training, das ich mit den beiden mache, wird es demnächst einen eigenen Post geben.