Im Porträt: Erdmandel (Teil 1)

Die Erdmandel (Cyperus esculentus) ist eine Zyperngras-Art, die im November/Dezember zur Erntezeit kleine, ca 0,5 bis 1cm große Knollen ausbildet. Die Knollen sind essbar (roh oder getrocknet und gemahlen) und vor allem in Spanien, wo die Erdmandel angebaut wird, anscheinend recht beliebt. Wenn sie sich wohlfühlt, kann diese Pflanze sich weitläufig und von selbst (entweder durch unterirdische Ableger oder durch übriggebliebene Knollen) weit ausbreiten, deshalb ist bei uns nur die Topfhaltung empfohlen, um invasorische Ausbreitung zu verhindern.

So weit die Theorie. Was ist mit der Praxis?

Teil 1 – Anzucht

Mit der Erdmandel habe ich letztes Jahr schon etwas geliebäugelt, nachdem ich bei unserer örtlichen Gärtnerei ein Saat-Säckchen entdeckt habe. Dieses Jahr habe ich mich schließlich entschieden, sie auszuprobieren.

Die Erdmandeln waren getrocknet und eingeschrumpelt, als sie aus der Packung kamen:

Getrocknete Erdmandeln

Die trockenen Erdmandeln müssen mindestens 24 Stunden lang vor dem Einbringen in die Erde in Wasser aufquellen, um nach der Trocknung keimfähig zu werden:

Erdmandeln quellen in Wasser auf

Nach den 24 Stunden waren die kleinen Mandeln schön aufgequollen und sahen dann ein bisschen wie kleine, braune Maden aus. Sie fühlten sich natürlich nicht an wie Maden, sondern waren recht glatt, mit kleinen Haarwurzeln, die aus den Knollen rausschauent:

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Die Erdmandeln waren damit bereit, unter die Erde gebracht zu werden. Dazu habe ich in kleine Töpfe (ca 10 cm Durchmesser) jeweils drei Mandeln in etwa 4 cm Tiefe eingegraben.

Wie es damit weiterging, erfahrt ihr ein anderes Mal.